Die Sägeindustrie Österreichs

arbeitet mit dem Rohstoff Nr. 1 – Holz

unterstützt Maßnahmen für die Zukunft des Waldes

ist ein wichtiger Partner der heimischen Forstbetriebe

ist ein wichtiger Partner in der Bewältigung von klimageschädigtem Holz

benötigt Importe für ihre Rohstoffversorgung und ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit

erzählt eine weltweite Erfolgsgeschichte

ist ein wesentlicher Schlüsselbaustein in der österreichischen Versorgungssicherung

Bevor wir das Factbook der Sägeindustrie Österreichs aufschlagen, möchten wir ein paar Fakten zur österreichischen Holzindustrie vorstellen. Die Sägeindustrie ist ein wichtiger Teil davon.

Die österreichische Holzindustrie ist:

# EIN WICHTIGER ARBEITGEBER IM LÄNDLICHEN RAUM
1.266 Holzindustriebetriebe sorgen für zahlreiche und sichere Arbeitsplätze und bringen Wohlstand in die ländlichen Regionen Österreichs.

# TEIL DER LÖSUNG ZUR KLIMAKRISE
Die österreichische Holzindustrie unterstützt das Klima mit ihren Bau- und Werkstoffen aus Holz. Denn Produkte aus Holz sind Langzeitspeicher von Kohlenstoff. Mehr zum Rohstoff Holz unter www.proholz.at

# EIN WERTVOLLER WIRTSCHAFTSFAKTOR IN ÖSTERREICH
Die österreichische Holzindustrie ist Teil der Wertschöpfungskette Holz. Diese ist nach dem Tourismus der zweitgrößte Devisenbringer und damit der zweitwichtigste Wirtschaftszweig Österreichs.

# EXPORTSTARK UND WELTMARKTFÜHRER
Die österreichische Holzindustrie ist mit einer Exportrate von 70 % weltweit unter den TOP Holz produzierenden Ländern. Sie liefert Holzwaren, Holzbauprodukte und Holzbau-Knowhow in die ganze Welt. Als größter Hersteller von Brettsperrholz führt sie den Weltmarkt an und ist mit ihren Holzbauprodukten Motor für den weltweiten Holzbauboom.

# EINE ZUKUNFTSINDUSTRIE FÜR ÖSTERREICH
Gut für das Klima – gut für die Wirtschaft. Mit ihren Innovationen im Holzbau sorgt sie für ökologische und ökonomische Bauwerke. Sie sichert die Wertschöpfung im Land sowie die Arbeitsplätze der Zukunft und ist größter Investor in strukturschwachen Regionen.

Die Sägeindustrie Österreichs

1.000 Betriebe mit 6.000 Beschäftigten

Ein Großteil dieser Betriebe ist auch heute noch in Familienhand

Umsatz: 2,4 Milliarden Euro (Stand 2019)

Neuntgrößter Schnittholzproduzent weltweit

Exportquote der Sägeindustrie: rd. 60 %

Factbook
Sägeindustrie
Österreich

Fakt 1

Die österreichische Sägeindustrie ...

Ist ein wesentlicher Schlüsselbaustein in der österreichischen Versorgungssicherung

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Aus einem Baumstamm werden rund 40% wertvolle Sägenebenprodukte gewonnen. Unter anderem werden diese in der Papier- und Zellstoffindustrie eingesetzt – für medizinische Hilfsprodukte und Hygieneartikel, wie beispielsweise WC-Papier, Schutzmasken, Windeln aber auch für die Herstellung von Kleidung. Darüber hinaus werden Heizkraftwerke mit Sägenebenprodukten beliefert und sichern damit die Energie- und Wärmeerzeugung in vielen Regionen Österreichs oder sorgen als Pellets für ein warmes zu Hause.

60 % des Baumstammes werden zu Schnittholzprodukten, darunter Verpackungsmaterial, wie Paletten und Steigen für Lebensmittel, sowie Kartons in allen Größen und Formen für Produkte des täglichen Gebrauchs. Nicht zuletzt sorgt Holz als klimafreundlicher Baustoff für ein Dach über dem Kopf.

Mehr dazu unter: Fakt 7.

Aus dem Holz der Sägeindustrie entstehen entlang der gesamten Wertschöpfungskette zahlreiche Produkte für verschiedene Versorgungsbereiche.

Fakt 2

Die österreichische Sägeindustrie ...

Erzählt eine weltweite Erfolgsgeschichte

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Die österreichische Sägeindustrie gehört zu den führenden Holzindustrien der Welt. Rund 60% der in Österreich produzierten Sägeprodukte werden exportiert. Österreich ist damit siebtgrößter Schnittholzexporteur und neuntgrößter Schnittholzproduzent weltweit. Besonders beliebt ist österreichisches Holz in den Ländern der EU, speziell in Italien und Deutschland, aber auch in Übersee, wie beispielsweise in den USA und in Japan.

Die wichtigste Voraussetzung für die hohe Exportleistung unserer Sägebetriebe ist eine kontinuierliche Rohstoffversorgung. Neben der Abnahme von heimischen Rundholz sind dafür zusätzliche Importe aus benachbarten Regionen entscheidend.

Fakt 3

Die österreichische Sägeindustrie ...

Benötigt Importe für ihre Rohstoffversorgung und ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit

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Mit einem jährlichen Importanteil von rund 40% sichert die Holzindustrie seit vielen Jahren ihre kontinuierliche Rohstoffversorgung und Wettbewerbsfähigkeit. Das ermöglicht ihre Innovations- und Investitionskraft, bewahrt ihre Standorte und damit verbunden zahlreiche Arbeitsplätze in den ländlichen Regionen. All das macht sie zu einem nachhaltigen Abnehmer für die österreichischen Wald- und Forstbesitzer.

Voraussetzungen für eine erfolgreiche und nachhaltige industrielle Produktion:

  • Die hohe Produktionsleistung der österreichischen Holzindustrie ist nur durch eine kontinuierliche Rohstoffversorgung über das ganze Jahr hinweg möglich.
  • Der Bedarf an Rundholz ist österreichweit größer als das Inlandsangebot. Daraus entstehen inländische Fehlmengen von rund 40% des jährlichen Bedarfs. Zudem gibt es saisonal bedingte Schwankungen in der Qualität und bei der Verfügbarkeit von Holz. Diese Schwankungen und Fehlmengen müssen durch Lieferungen aus benachbarten Regionen ausgeglichen werden.
  • Der natürliche Einzugsradius von Holzlieferungen für Sägewerke beträgt 150 km. Oft sind aufgrund der geografischen Nähe Lieferungen aus den benachbarten Ländern somit ökologisch und ökonomisch nachhaltiger, als Lieferungen innerhalb Österreichs.

Unsere erfolgreiche Sägeindustrie bezieht Holzlieferungen aus ihren natürlichen Einzugsgebieten, darunter auch benachbarte Regionen.

Fakt 4

Die österreichische Sägeindustrie ...

Ist ein wichtiger Partner in der Bewältigung von klimabedingtem Schadholz

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Die Folgen des Klimawandels bringen jährlich immer mehr Schäden in den Wald – Schneebruch, Windwürfe und allem voran der Borkenkäfer. Die österreichische Sägeindustrie unterstützt die österreichischen Forstbetriebe seit Jahren dabei, das klimageschädigte Holz aus dem Wald zu bringen.

  • Österreichweit fielen im Jahr 2019 rund 11,7 Mio. Festmeter (fm) an klimageschädigtem Schadholz an.
  • In starken Schadholzgebieten wie in Teilen Niederösterreichs waren es 2019 3,3 Mio. fm, in den Regionen Oberösterreichs 2,6 Mio. fm.
  • Die österreichische Sägeindustrie hat in den vergangenen Jahren viele hunderttausende Festmeter mehr an Schadholzmengen aus dem heimischen Forst abgenommen.
Zusätzliche Schadholzabnahme in Volumen von drei Groß-Sägewerken

Herausforderungen

  • Der Transport von Rundholz ist innerhalb des Landes oft zu teuer, um die erheblichen Mengen an Schadholz in ganz Österreich optimal zu verteilen.
  • Es fehlen ausreichende Zwischenlager, damit die österreichische Sägeindustrie über einen längeren Zeitraum hinweg die Mehrmengen an Holz abarbeiten kann.

Fakt 5

Die österreichische Sägeindustrie ...

Ist ein wichtiger Partner der heimischen Forstbetriebe

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Die österreichische Sägeindustrie verarbeitet mit rund 10 Mio. Festmeter (fm) mehr als die Hälfte des in Österreich geernteten Rundholzes. Damit sichert sie die heimischen Forstbetriebe und die Bewirtschaftung des Waldes. Denn nur ein bewirtschafteter Wald ist ein gesunder Wald. Die übrigen Holzmengen werden als Industrieholz der Papier- und Plattenindustrie geliefert oder für energetische Zwecke eingesetzt.

Fakt 6

Die österreichische Sägeindustrie ...

Unterstützt Maßnahmen für die Zukunft des Waldes

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Die österreichische Sägeindustrie arbeitet in gemeinsamen Forschungsprojekten aktiv am Wald der Zukunft mit. Oberstes Ziel dabei ist die Erhaltung des Waldes in Österreich. Neben des Waldumbaus ist die Bewältigung des Schadholzes ein zentraler Punkt, der nur in enger Zusammenarbeit der Wertschöpfungskette Holz und mit einer starken Unterstützung der Politik gelingen kann.

Die Politik ist in den kommenden Jahren gefordert, die Wertschöpfungskette Holz maßgeblich in der Bewältigung des Schadholzes zu unterstützen und mehr Wirtschafts- und Klimaleistung durch Holz zu fördern. Dazu braucht es:

Ausbau der Lagerplätze für die Zwischenlagerung von Schadholz: damit kann die österreichische Sägeindustrie das Schadholz über einen längeren Zeitraum hinweg – bis in die Wintermonate – verarbeiten.

Schaffung nötiger Rahmenbedingungen bei Transport & Logistik: um inländische Holztransporte zu stärken und das Schadholz aus den betroffenen Bundesländern österreichweit, ökonomisch und ökologisch sinnvoll zu transportieren und zu verteilen. 

Investitionen in Forschung & Entwicklung: zur Umsetzung des Waldumbaus, Forschungszusammenarbeit zur Borkenkäferbekämpfung in Mitteleuropa und für Holzinnovationen.

Umsetzung eines Konjunkturprogramms Holz: Forcierung des Holzbaus im öffentlichen Raum.

Fakt 7

Die österreichische Sägeindustrie ...

Arbeitet mit dem Rohstoff Nr. 1 - Holz

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Holz ist im Waldland Österreich der wichtigste Rohstoff und liefert wertvolles Rundholz für die Sägeindustrie. Dort wird der 100% natürlich nachwachsende Rohstoff zu Brettern und Holzbauteilen in verschiedenen Maßen verarbeitet. Die Holzprodukte werden in der holzverarbeitenden Industrie zu Fenstern, Türen, Parkett, Möbel und sogar zu ganzen Häusern, Hochhäusern und international zu architektonischen Meisterwerken verarbeitet. Tischler fertigen daraus maßgeschneiderte Holzprodukte. Gemeinsam haben alle Holzprodukte eines: Sie sind gut für das Klima und sichern das Einkommen von über 300.000 Menschen in Österreich und den Erholungsraum Wald für alle Östericherinnen.

https://www.holzistgenial.at/blog/im-wald-waechst-unser-rohstoff-nummer-1/

Statistische Quellen
Produktionszahlen: Statistik Austria, WKO Produktionsstatistik
Außenhandelskennzahlen: Statistik Austria
Holzeinschlag: Holzeinschlagsmeldung des Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus